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Presseartikel

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  • Pressestimmen

    2009

    Ein Mann für alle Fälle

    Aufführung 2009:
		'Die Nacht der Nächte Oder: Leih dir einen Mann Die Laienschauspielgruppe der Narrenzunft Ulm e. V. führt dieses Jahr das Stück »Die Nacht der Nächte – Oder: Leih dir einen Mann« auf und feiert damit gleichzeitig sein 11-jähriges Bühnenjubiläum.
    Wie in den vergangenen Jahren gehen die Einnahmen zu Gunsten sozialer Einrichtungen und Projekte, in diesem Jahr an den »Aufschnaufhaus Ulm – Förderverein e. V.«

    In der Komödie von Regina Rösch in 3 Akten geht es um die Agentur »Leih dir einen Mann«, die von Lioba Michel (Petra Dieminger-Stimpfle) und Anni Seidenspinner (Sandra Nieberle) als Familienunternehmen geführt wird. Nach dem Motto: »Ob jung, ob alt, wir sind zur Stelle, wir ham´ den Mann für alle Fälle« vermieten sie neben Dieter Hummel (Etienne Frei), ihrem Star-Modell im Johannes-Heesters-Outfit, vor allem ihre nicht mehr ganz taufrischen Ehemänner Egon (Markus Würstle) und Alois (Christian Schwell).

    Seit die drei Herren vor über 20 Jahren bei einem Auftrag in Hamburg schwer über die Stränge geschlagen haben, achten Lioba und Anni jedoch peinlich genau darauf, dass bei Einsätzen ihrer Ehemänner keinerlei Gefahr von "Frauenseite" droht. Egon und Alois werden streng kontrolliert und überwacht, was den beiden überhaupt nicht gefällt.
    Zu all den Problemen, die der "stressige" Geschäftsbetrieb der Agentur mit sich bringt, kommen die Querelen um die Hochzeit von Liobas Sohn Florian (Gerhard Wies) mit der Adoptivtochter von Gretchen Fischer (Ursula Haußmann), einer dorfbekannten "Wahrsagerin". Bei allen Problemen, sei es die Wahl der Hochzeitssuppe oder anderes, befragt Gretchen ihre Karten, nur die Frage nach Marinas (Lucie Gatterer) leiblichem Vater bleibt unbeantwortet.

    Als Lioba wieder einmal die Sorge um die unbekannten "Gene" ihrer zukünftigen Schwiegertochter plagt, liest Gretchen etwas in ihren Karten, das alle in Aufruhr versetzt: Marinas leiblicher Vater wird, genau 12 Stunden nach dem Jawort seiner Tochter, in der Hochzeitsnacht tot umfallen.
    Während die Frauen dies für eine gerechte Strafe halten, keimt vor allem in Dieter Hummel der Verdacht, Marina könnte das Ergebnis jener bewussten Nacht in Hamburg sein. Er sieht sich dem Tode nahe. Die Hochzeitsnacht bricht an, der Countdown läuft...

    Aus: Neu-Ulmer Zeitung

  • 2008

    Zoff im Gerichtssaal

    Aufführung 2007:
		'Raphael, in den Zeugenstand'. Foto: boz Theater

    Das Narrenbrettle der Narrenzunft Ulm spielt zum zehnten Mal für guten Zweck

    Ulm [boz]

    Wenn am Ende Richter, Staatsanwalt und Verteidiger selbst vor Gericht stehen, dann kann es sich nur um eine Komödie handeln.
    Eine von den Komödien, die das »Narrenbrettle« der Ulmer Narrenzunft inzwischen seit zehn Jahren auf die Bühne bringt. Und das immer für einen guten Zweck. In diesem Jahr heißt das Stück »Raphael, in den Zeugenstand«. Und darin geht es um einen vermeintlich »unzüchtigen« Papageien.

    Seit Wochen schon wird auf der Bühne der Meinloh-Halle fleißig gewerkelt und unter der bewährten Regie von Senta Hudler geprobt. Es entstand ein Gerichtsaal, in dem in diesem Jahr wegen des Jubiläums sogar an vier Abenden die Fetzen fliegen werden. Und worum geht es in dem Stück?
    Die Witwe Nora Sturm wird angeklagt, weil ihr Papagei Raphael nächtens unzüchtige Lieder gesungen haben soll. Im Laufe der Verhandlung stellt sich heraus, dass die drei Herren, die im Gerichtssaal als Berufskleidung schwarze Roben tragen, mit der Tochter der Angeklagten eine wilde Fete gefeiert haben, während die Mutter außer Haus war. Als sich dann noch herausstellt, dass die Tochter schwanger ist, ist alles für ein furioses Finale angerichtet, bei dem Richter, Staatsanwalt und Verteidiger auf der Anklagebank sitzen. Angeklagte und die beiden Zeuginnen werden nun zu Richtern.

    Somit steht einem vergnüglichen Abend nichts mehr im Weg. Wie gewohnt sorgt das «Narrenbrettle» auch für das leibliche Wohl. Die Einnahmen aus den vier Vorstellungen in diesem Jahr gehen an den «Förderkreis intensivpflegebedürftige Kinder Ulm e.V.». Und wie in den vergangenen Jahren wird sicherlich wieder eine «närrische Summe» wie 1111,11 Euro eingespielt, die bei Bedarf entsprechend aufgerundet wird.

    Für alle, die mehr über das «Narrenbrettle» und seine Geschichte wissen möchten gibt es inzwischen eine Internetseite. Dort gibt es Auskunft über die Bühnenmannschaft und die vielen guten Geister, die hinter der Bühne mitarbeiten.

    Aus: Neu-Ulmer Zeitung: boz

  • 2007

    Es riecht nach Sodom und Gomorrha

    Aufführung 2007:
		'Die unglaubliche Geschichte vom gestohlenen Stinkerkaes´'. Bereits zum neunten Mal bringt das »Narrenbrettle der Narrenzunft Ulm« ein Theaterstück auf die Bretter, die für diesen lustigen Häshaufen außerhalb der Fasnacht die Welt bedeuten. Bei der gelungenen Generalprobe war zu merken, dass hier pure Fröhlichkeit und ernsthaftes Theaterspiel eine unterhaltsame und äußerst amüsante Symbiose eingegangen sind.

    Souffleuse Petra Pfisterer hatte leichtes Spiel, als unter der Regie von Senta Hudler ein reifer Limburger auf einem Fenstersims ein anscheinend furchtbares Sodom und Gomorrha auslöste. Was passiert in der »Unglaublichen Geschichte vom gestohlenen Stinkerkäs´«, dem Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold?

    Es ist ein Morgen wie jeder andere, als der Schreiner Sepp Hämmerle (Markus Würstle) in seiner Werkstatt erwacht. Am Abend zuvor hatte er auf der Weihnachtsfeier des Musikvereins zu viel gebechert. Er hat einen schweren Kopf und weiß von der letzten Nacht so gut wie nichts mehr. Wie ihm geht es seinem Sohn Frank (Matthias Schidel), der nicht weiß, wie er einen kaputten Fensterladen mit nach Hause bringen konnte. Seltsamerweise findet der Schreinermeister in seiner Werkstatt eine fremde Leite mit einer abgebrochenen Sprosse und - zu seinem Schrecken - vermisst er seinen Geldbeutel. Doch auch der alarmierte Dorfpolizist Siegmund Eiferling (Etienne Frei) war auf dem Fest und kann sich an nichts mehr erinnern als an eine abgebrochene Leitersprosse. Der Ordnungs- und Moralhüter hat eine Wunde am Kopf und glaubt, er sei auf Einbrecherjagd gewesen und habe mit der Leiter eins über den Kopf bekommen. Außerdem vermisst er seine Schnupftabakdose.

    Der Höhepunkt der Ermittlungen wird erreicht, als die Pfarrhaushälterin Eugenie Schlotterbeck (Ursula Haußmann) feststellt, dass man ihr ihren geliebten Limburger von der Fensterbank gestohlen hat. Brenzlig für alle Beteiligten wird es allerdings, als der Dirigent des Musikvereins Hugo Häberle (Herbert Lutz) auftaucht, der seine Töchter Tina und Evi (Andrea Eichhorn in Doppelrolle) hütet wie seinen Augapfel. Er findet im Schlafzimmer seiner Tochter eine Schnupftabakdose und den Geldbeutel des erinnerungslosen Schreinermeisters Hämmerle. Das erfährt natürlich dessen Ehegespons Pauline. Mehr wollen wir an dieser Stelle über den sich öffnenden Abgrund eines dörflichen Sodom und Gomorrha nicht verraten. Wie alles endet, kann das Publikum in drei Aufführungen in der Söflinger Meinloh-Halle am 3. und 10. November und am 1. Dezember erfahren.

    Aus: Neu-Ulmer Zeitung: mde

  • 2005

    Das Narrenbrettle serviert "Rebellische Weiber"

    Foto von Matthias Kessler - Aufführung 2005:'Rebellische Weiber'. v. li. n. re.: Markus
		Stang, Etienne Frei, Herbert Lutz und Markus Würstle "Rebellische Weiber" werden in diesem Jahr vom Narrenbrettle, der Theatergruppe der Narrenzunft Ulm, auf die Bühne gebracht. In dem Stück geht es um ein Gemeindefest, dass die Männer organisieren wollen, ihnen aber über den Kopf zu wachsen scheint. Und so schließen sich die Frauen zur "Interessengemeinschaft Männerfreie Zone" zusammen und starten ein Konkurrenzunternehmen. Nach viel Action und Situationskomik kommt es unter der bewährten Regie von Senta Hudler aus Ermingen nach vier Akten mit vier Schauspielerinnen und Schauspielern natürlich zum Happy-End. Wie üblich gehen die Einnahmen von sechs Euro (ermäßigt vier Euro) wieder an drei gemeinnützige Organisationen, darunter die "Klinik-Clowns" und das "Aufschnaufhaus". Die Aufführungen beginnen am heutigen Samstag, am 26. November und am 3. Dezember jeweils um 19:30 Uhr in der Meinloh-Halle in Söflingen. Für die Verpflegung wird gesorgt. Karten gibt es im Vorverkauf bei Grünvogel, Tabak und Schreibwaren und im Stadthaus Ulm.

    Text: boz

  • 2004

    Narrenbrettle: "Lügen über Lügen" für guten Zweck

    Foto von boz - Aufführung 2004:'Lügen über Lügen'. v. li. n. re.: Markus
		Würstle, Andrea Eichhorn, Petra Dieminger-Stimpfle (am Tisch sitzend), Anita Briese, Etienne Frei, Martina Eichhorn,
		Herbert Lutz (am Tisch sitzend), Markus Stang und Sandra Nieberle Die Laienschauspieler der Narrenzunft Ulm zeigen an den kommenden drei Samstagen wieder, was sie drauf haben. Wie seit etlichen Jahren spielen sie wieder für einen guten Zweck. Eingeübt haben sie die Komödie "Lügen über Lügen", die jeweils ab 19:30 Uhr in der Meinloh- Halle in Söflingen aufgeführt wird. Dabei geht es um einen Einbrecher, eine richtige und eine falsche Tante und Verwechslungen (fast) ohne Ende. Der Eintritt von fünf Euro (ermäßigt drei Euro) kommt der Aktion "Aktion 100.000" und "Ulmer helft", dem "Aufschnaufhaus" und dem "Förderkreis für das intensiv pflegebdürftige Kind" zugute. Wie gewohnt wird von der Narrenzunft für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, so dass Sie während der Aufführung nicht verhungern und verdursten. Kartenvorverkauf bei Vessa Floristik und Grünvogel Tabak- und Schreibwaren in Söflingen. Die Aufführungen sind am 20. und 27. November sowie am 4. Dezember. Einlass ist jeweils ab 18 Uhr.

    Text: boz

  • 2002

    Der Lippenstift ist schuld an der Begeisterung

    Foto von Matthias Kessler - 
		Aufführung 2002:'Der Lippenstift ist schuld daran'. v. li. n. re.: Petra Dieminger-Stimpfle, Rainer Eichhorn und
		Sandra Nieberle Wenn es draussen feucht wird, kühl, nass und überhaupt ganz trostlos, dann beginnt die Saison der Laientheater. Bei den Schwänken, die die Vereine auf die Bühne bringen, kann man zumindest einen Abend lang alle Widrigkeiten vergessen und sich an den Missgeschicken, Eifersüchteleien und Intrigen anderer delektieren. Auch die Narrenzunft Ulm, ohnehin von Haus aus dem Vergnüglichen zugetan, hat ihr Publikum mit einem fröhlichen Bühnenstück bestens unterhalten: Die Zuschauer in der Meinloh-Halle in Söflingen waren begeistert von "Der Lippenstift ist schuld daran". Der Erlös der Premiere am Samstag war für das "Aufschnaufhaus" bestimmt, weitere Vorstellungen stehen zugunsten des
    " Förderkreis Ulm für tumor- und leukämiekranke Kinder e. V." (9. November), der Aktion "Ulmer helft" ( 16. November) und der "Aktion 100.000" (23. November, jeweils 19:30 Uhr) auf dem Programm. Wer an diesen Samstagen keine Zeit hat, muss in der diesjährigen Laientheater-Saison freilich nicht ohne lustiges Schauspiel auskommen: Die Vorstellungen anderer Vereine reichen zum Teil bis ins Jahr 2003 hinein.

    Text: cik

  • 2001

    Dreimal volles Haus

    Dreimal volles Haus - das ist die Erfolgsmeldung der Theatergruppe der Narrenzunft Ulm. 400 Besucher sahen die ersten beiden Auftritte. Und der dritte am Wochenende ist auch schon ausgebucht.

    Theater-Trubel bei der Narrenzunft Ulm:
		Bauer Loisl (alias Etienne Frei) und seine Frau Vroni (Petra Dieminger-Stimpfle) sind ganz aus dem Häuschen.
		Foto: Oliver Schulz Ein tolles Ergebnis für die junge Theatergruppe der Narrenzunft Ulm, die erst seit drei Jahren auf der Bühne im Einsatz ist. Und ein gutes Ergebnis für "Ulmer helft", "Aktion 100.000" und die Sanierung des Ulmer Münsters. Denn die Erlöse der drei Veranstaltungen stiftet die Narrenzunft unter dem Vorsitz von Zunftmeister Wolfgang Dieminger für diese Zwecke.

    Am Wochenende fand die Veranstaltung zu Gunsten der "Aktion 100.000" statt. Rund 200 Besucher verfolgten in der Meinloh-Halle den Dreiakter von Heidi Hillreiner und sorgten mit ihrem Applaus für eine tolle Stimmung.
    Mitgewirkt haben Etienne Frei als Moser-Bauer Loisl aus Schaffelkingen, Petra Dieminger als seine Frau Vroni, Sandra Ehrler als seine Tochter Evi, Andreas Zißelsberger als Großvater der Familie, Rainer Eichhorn als Flori, Herbert Lutz als Muttersöhnchen Gottlieb, Martina Eichhorn als dessen Mutter Rosalie, Andrea Eichhorn als Traudl, die Kosmetikerin, und Stefan Vogt als der Vikar Viktor.

  • 2001

    Und sie kriegen sich doch

    Aufführung 2001:'Bloß koan Schnaps'. v. li. n. re.: Andreas
		Zißelsberger, Petra Dieminger-Stimpfle, Sandra Nieberle und Martina Eichhorn. SZ-Foto: Walter Fritsche ULM - »Aus dem Flori und der Evi wird ein Paar, so wahr ich Sepp heiße«, schwört der Großvater, dem das Altersheim droht und der nur hört, wenn er will. Dass die zwei heiraten und auch sonst alles gut ausgeht trotz ausgebliebener Lotto-Millionen, das ist in Heidi Hillreiners Schwank »Bloß koan Schnaps« so vorgesehen.

    Die Theatergruppe der Narrenzunft Ulm hat sich mächtig ins Zeug gelegt und von den knapp 200 Besuchern in der Söflinger Meinloh-Halle verdienten Beifall eingeheimst. Beifall für einen gelungenen Abend, dessen Erlös der Aktion "Ulmer helft" zu Gute kommt.
    4, 8, 13, 28, 37, 45 - das sind die Lotto-Zahlen, die dem Moser-Bauern aus Schaffelkingen (Etienne Frei) viel Geld versprechen und - nicht überraschend - alles durcheinander bringen. Für die Evi (Sandra Nieberle) ist der Moser-Bäuerin (Petra Dieminger-Stimpfle) nun der Flori (Rainer Eichhorn) nicht mehr gut genug. Weil Gottlieb, Graf von Thurgau (Herbert Lutz), etwas »Entsprechendes« sucht und mit seiner Mutter Rosalie (Martina Eichhorn) auf den Hof einrückt, ist der Sepp (Andreas Zißelsberger) gefragt, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Wie gut, dass der Adel verarmt war und die Lotto-Millionen ausblieben, weil die Zahlen aus einer vier Wochen alten Zeitung stammen.
    Der listige Sepp liebt nicht nur den Schnaps, sondern auch deftige Sprüche (»Die Liebe ist eine Himmelsmacht, aber frage nicht, was eine Frau draus macht«). Dass Graf Gottlieb am Ende die Kosmetikerin Traudl (Andrea Eichhorn) in die Arme schloss, Moser-Bauer Loisl sich bei seiner Vroni wieder sehen lassen durfte, das hat der Sepp gerichtet. Unter Mithilfe von Hochprozentigem. Für den allzu gestenreichen Vikar Viktor (Stefan Vogt) blieb am Ende, den Termin für eine Doppel-Hochzeit festzusetzen

    Walter Fritsche

  • 2001

    »Ein Vorhang wäre auch nicht schlecht«

    Schlussbild mit Zunftmeister:
		v. li. n. re.: Etienne Frei, Petra Dieminger-Stimpfle, Herbert Lutz, Andrea Eichhorn, Wolfgang Zißelsberger,
		Martina Eichhorn, Stefan Vogt, Sandra Nieberle, Rainer Eichhorn. SZ-Foto: Walter Fritsche ULM - »Bloß koan Schnaps« sagt die Theatergruppe der Narrenzunft Ulm am Ende des Stückes den Titel gemeinsam. Schlussakkord eines gelungenen Stücks.

    »Was tun?« Das fragte sich die Narrenzunft Ulm vor vier Jahren, als sich Geschäftsleute in der Ulmer Fußgängerzone darüber beklagten, dass der Geruch von Kässpätzle und Glühwein in ihre Verkaufsräume zog. Einerseits wollten sie sich nicht unnötigen Ärger aufladen, andererseits weiter etwas für die soziale Gemeinschaft leisten. Also wurde eine Theatergruppe gegründet. Die hat am 3. November für "Ulmer helft" in der Söflinger Meinloh-Halle den Dreiakter »Bloß koan Schnaps« gespielt.

    Acht bis zehn Laienschauspieler gehören der Theatergruppe an, die seit Ostern für die dreimalige Aufführung des Stücks in der Söflinger Meinloh-Halle geprobt hat. Einmal noch, am 17. November um 19:30 Uhr, ist das bäuerliche Lustspiel zu sehen.
    Am Anfang steh die Auswahl. Vom Theaterversand lässt man sich eine Anzahl von Stücken schicken, die auf den vorhandenen Personenkreis passen. In diesem Jahr fiel die Entscheidung für Heidi Hillreiners Klassiker »Bloaß koan Schnaps«. Rainer Eichhorn, im Stück der »Flori« und einer der Mitbegründer der Truppe: »Die Rollen werden demokratisch festgelegt.«
    Aber es sind nicht nur die wichtig, die auf den Brettern stehen, sondern auch die hinter den Kulissen. Wie beispielsweise die Souffleuse Bärbel Eichhorn. »Das gibt Sicherheit«, meint »Flori«, der freimütig einräumt, dass nicht alles glatt gegangen ist. Was aber auch nicht schlimm sei, das Publikum hat es kaum gemerkt. Regie geführt hat im übrigen Senta Hudler, für Mode und Frisuren war Gertrud Schmid (jetzt: Gombert) zuständig, für Kostüme Julia Spörlein.
    Gefreut hat sich die Theatergruppe über die Resonanz. »Der Zuspruch war besser als letztes Jahr«, sagt Rainer Eichhorn. Vielleicht liegt´s auch an der Meinloh-Halle. Der dritte Spielort im vierten Jahr nach dem Alten Theater Neu-Ulm und dem Wengen-Saal. Was für eine größere Zuschauerzahl noch fehlt, sind Mikrophone. »Und«, meint Rainer Eichhorn, »ein Vorhang wäre auch nicht schlecht«.
    Der Erlös für die Aktion "Ulmer helft" wird am 5. Januar 2002 im Ulmer Kornhaus übergeben, wenn die Narrenzunft Ulm ihr Häs abstaubt.

    Walter Fritsche

  • 2000

    Narrenzunft spielt Theater

    Die Theatergruppe der Narrenzunft Ulm probt ihren ersten 
		turbulenten Dreiakter. SZ-Foto: Horst Müller ULM - Aus den Kinderschuhen wächst die Theatergruppe der Narrenzunft Ulm gerade heraus. Am 3. und 4. November ist sie mit ihrem ersten Dreiakter im Wengensaal zu sehen. Der Erlös vom Freitag ist für "Ulmer helft" bestimmt.

    »Junge sei helle - bleib´Junggeselle!« heißt der heitere Schwank in drei Akten von Franz Rieder, den die Theatergruppe der Narrenzunft Ulm seit Juli einstudiert. Die turbulente Handlung verlangt den zehn Darstellern schon einiges an Tempo, Präzision und Witz ab. Erste Erfahrungen haben sie in den vergangenen Jahren gesammelt.
    Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte die von Uwe Eichhorn gegründete Theatergruppe beim Häsabstauba 1998 im Kornhaus mit dem halbstündigen Einakter »Die Straßenkehrer« von Werner Schultheiß. Im Jahr darauf war es schon ein Zweiakter mit acht Darstellern: »Das vermietete Bett« hieß das Stück, und die Aufführung war ein solcher Erfolg, dass die Theatergruppe sich dieses Jahr bereits an einen Dreiakter gewagt hat.
    Der Junggesellen-Spleen, den der »Fabian Schreck« dem »Stefan Pechmeier« weitergibt und damit die Hochzeitspläne von Stefans Vater Emil und dessen Freund, des Wirts Blasius Biermooser, für dessen Tochter Hanni behindert, ist der rote Faden in dem kunterbunten Durcheinander, in dem auch bissige Ehefrauen, eine schöne Amerikanerin mit einem strapsejagenden Jung-Cowboy als Sohn und eine Küchenhilfe vorkommen. Die Wettleidenschaft des Wirts sorgt für eine ganze Reihe komischer Situationen und gibt zum Schluß auch den Anstoß zur Auflösung aller Rätsel und Verwirrungen.

    Der Mundartschwank »Junge sei helle - bleib´ Junggeselle!« wird am Freitag, 3. November zugunsten der Aktion "Ulmer helft", und am Samstag, 4. November, zugunsten "Aktion 100.000" im Gemeindesaal der Wengenkirche in der Wengengasse jeweils von 19:30 Uhr an aufgeführt.
    Karten nur an der Abendkasse.

    Almut Grote

  • 2000

    200 Besucher fiebern mit den Junggesellen

    Vorstellung gelungen.
		Mit dem Stück »Junge sei helle - bleib´ Junggeselle« lockte die Theatergruppe der Narrenzunft Ulm über 200
		Besucher für die Aktion 100.000 ins Gemeindehaus der Wengenkirche. FOTO: Maria Müssig

    Auch der zweite Anlauf war erfolgreich: Mit dem Stück »Junge sei helle - bleib´Junggeselle!« lockte die Theatergruppe der Narrenzunft Ulm am Samstag 200 Besucher in den Gemeindesaal der Katholischen kirche St. michael zu den Wengen. Kein schlechtes Ergebnis für das zweite Jahr auf der Theaterbühne. Da die Akteure ihren Einsatz in den Dienst der guten Sache stellten, darf die "Aktion 100.000" aus dem Erlös der Eintrittskarten und dem Verkauf von getränken mit einer vierstelligen Spende rechnen.
    Unter Führung von Blasius Biermooser, dem Wirt »Zum roten Affen« entwickelte sich beim Dreiakter von Franz Rieder schnell ein turbulentes Spiel mit flotter Handlung und beißendem Witz. Zusammen mit seinem Freund Emil Pechmeier versucht er, seine Tochter Hanni mit dem schüchternen Pechmeier-Sohn zu verheiraten. Doch da macht ihm der ewige Junggeselle Fabian Schreck einen Strich durch die Rechnung. Erst Cowboy Johnny bringt die verfahrenen Strukturen wieder so richtig durcheinander.

    Auf der Bühne standen Blasius Biermooser (Andreas Zißelsberger), Berta Biermooser (Martina Eichhorn), Hanni Biermooser (Heike Haug-König), Küchenhilfe Liesl (Sandra Ehrler), Emil Pechmeier (Herbert Lutz), Genoveva Pechmeier (Petra Dieminger), Stefan Pechmaier (Uwe Eichhorn), Fabian Schreck (Olaf König), Vera Amreiner (Andrea Eichhorn), Johnny Amreiner (Stefan Vogt).